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Zum zweiten Mal schwanger – über den engen Altersabstand, die Vorsorge der Hebamme und Frauenarzttermine zu Corona-Zeiten

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Ich bin wieder schwanger! Wir erwarten unseren zweiten kleinen Schatz Mitte April, ein schöner Frühlingsmonat und knapp zwei Monate vor Larissas zweitem Geburtstag.

 

Wir freuen uns so sehr und sind natürlich auch gespannt, wie alles werden wird mit zwei Kindern an unserer Seite.

 

Habt ihr euch auch schon gefragt, welcher Abstand zwischen euren Kindern ideal ist?

 

Mal ehrlich, jeder Altersabstand birgt Vor- und Nachteile. Und jeder erzählt etwas anderes. Natürlich habe ich mir dazu intensiv Gedanken gemacht.

 

Aber wie das Leben so ist, dann kam alles anders. Wie die Vorsorge der Hebamme und die Untersuchungen bei meiner Frauenärztin, die jetzt in Corona-Zeiten schon recht anders ablaufen.

 

Vorteile und Nachteile eines engen Altersabstandes der Kinder

 

Meine Eltern sagen, dass es ganz schön anstrengend wird, wenn die beiden Kinder so eng hintereinander kommen. Aber: Je eigenständiger das erste Kind schon ist, desto einfacher macht es das "Handling" des Zweiten.

 

Ich bin da optimistisch: Larissa kann seit ihrem 1. Lebensjahr laufen und lernt wahnsinnig schnell dazu, seit sie in die KiTa geht. Daher ist es aus meiner Sicht sehr inviduell, wieviel Altersabstand tatsächlich "eng" ist. Nicht umsonst heißt es oft, dass das erste Kind den Altersabstand zum Zweiten bestimmt - und ob überhaupt ;-)

 

 

"Meist bestimmt das erste Kind den Altersabstand zum Zweiten."

 

 

Viele Eltern sagen auch, dass es schön für Geschwister ist, wenn sie nicht so weit auseinander sind: Sie sind schnell auf einem ähnlichen Entwicklungsstand und so beim Spielen und Entdecken auf Augenhöhe. Im besten Fall teilen sie die gleichen Interessen.

 

Das muss aber nicht automatisch so sein. Mein Mann erzählt mir oft, dass bei ihm und seinen zwei jüngeren Brüdern (knapp 2 und 5 Jahre auseinander) Rivalitäten an der Tagesordnung waren, auch wenn die drei sich heute blendend verstehen.

 

Ist der Altersabstand größer, kommen sich die Kids hingegen weniger in die Quere - meine Geschwister sind jeweils 7 Jahre älter als ich, deswegen gab es bei uns selten Reibereien.

 

 

"Mit Mitte Dreißig hat das eigene Alter
einem diese Überlegung abgenommen."

 

 

Was für uns jedoch ausschlaggebend ist: Wenn unsere Kinder altersmäßig nah beieinander liegen, sind wir aus dem Gröbsten raus, ohne irgendwann nochmal ganz "von vorne" anzufangen. Die durchgemachten Nächte sind dann noch nicht so lange her und wir noch einigermaßen „im Training“  :-D

 

Auch aufgrund der Tatsache, dass wir Mitte dreißig sind, haben wir uns dafür entschieden keinen zu großen Abstand zwischen unseren Kindern zu lassen. So halten wir uns die Option offen, entspannt ein drittes Kind bekommen zu können - wenn wir nach dem dem Zweiten noch gechillt genug dafür sind ;-)

 

Mit dem Frauenarztbesuch warten auf die ersten Herztöne - eine gute Idee?

 

Nun bin ich noch ganz frisch schwanger. Heute am 2. September bin ich in der 7. Woche. Ich habe gestern bereits eine Hebamme zur Vor- und Nachsorge angerufen, die nächste Woche zum Kennenlernen vorbeikommen wird.

 

Nächste Woche habe ich ebenfalls meinen ersten Frauenarzttermin in dieser Schwangerschaft. „Wie, jetzt erst?“ denken einige von euch.

 

 

"Echt nichts für Ungeduldige: Erst ab der
8. Schwangerschaftswoche kann man das Herzchen schlagen hören."

 

 

Naja es ist so: von der ersten Schwangerschaft weiß ich, dass man erst ab der 8. Woche das Herzchen schlagen hören kann. Das war damals ein so überwältigender Moment für meinen Mann und mich, dass ich dachte ein Termin mache erst in der 8. Woche wirklich Sinn.

 

Aber mittlerweile bin ich so hibbelig und aufgeregt, dass ich mir wünschte doch schon eher bei meiner Frauenärztin gewesen zu sein. Einfach um zu wissen, dass alles gut ist.

 

Nun ja, jetzt muss ich mich gedulden. Mein Mann und ich hoffen so sehr, dass dieses Mal wieder alles gut gehen wird. Wir wissen, dass man vor allem bis zur 13. Woche auf alles gefasst sein muss.

 

Ein Hoch auf die Hebammen-Vorsorge

 

Da ich eher zu der ungeduldigeren Spezies Frau gehöre, bin ich froh eine Hebamme für die Vorsorge zu haben. Sie kommt im 4-Wochen-Rhythmus zu mir, genau in der Zeit zwischen den Frauenarztterminen.

 

Und jedes Mal fiebere ich auf den nächsten Termin hin und bin danach erleichtert, wenn alles mit unserem Babylein gut aussieht. Grundsätzlich bin ich zuversichtlich, dass alles gut werden wird. Aber eine kleine Grundunsicherheit ist doch immer da, welche ihr sicher kennt, oder?

 

 

"Ich kann euch nur ans Herz legen, euch sobald ihr schwanger seid
um eine Hebamme für die Vorsorge zu bemühen."

 

 

Außerdem tut es mir gut mit meiner Hebamme in gemütlicher heimischer Atmosphäre zu reden. Sie kommt zu mir nach Hause, das ist etwas anderes als in der Arztpraxis. Wenn die Chemie stimmt und ich mich bei meiner Hebamme verstanden fühle, dann kann ich mich mit meinen Gedanken und eventuellen Unsicherheiten an sie wenden.

 

Aus ihrem beruflichen Erfahrungsschatz kann sie mir sehr viele Empfehlungen und Ratschläge geben, oder auch brauchbare Tipps anderer Schwangerer oder Mütter.

 

Frauenarzttermine in Corona-Zeiten - für die Männer wirds ungemütlich

 

Die Frauenarzttermine werden aufgrund von Corona leider nicht mehr ganz so entspannt stattfinden wie bei meiner ersten Schwangerschaft.

 

Mein Mann und ich haben damals jeden Frauenarzttermin gemeinsam wahrgenommen, saßen miteinander im Wartezimmer, haben uns mit „unserer“ Frauenärztin unterhalten und konnten kaum glauben, dass sich da unser kleines Baby auf dem Ultraschallbildschirm bewegt.

 

Durch Corona müssen wir jetzt den kleinen Abstrich machen, dass Reinold nicht mit mir im Wartezimmer, sondern vor der Tür der Praxis im Treppenhaus warten muss. Das kann schon mal länger dauern.

 

 

"Für die Männer: Wir müssen Urin abgeben, bekommen teilweise Blut abgenommen, werden gewogen und irgendwann liegen wir auch am CTG für 30 Minuten. Wir sitzen da (meistens) nicht einfach rum und lesen GALA."

 

 

In der ganzen Praxis (und davor) herrscht natürlich Maskenpflicht. Mittlerweile hab ich mich schon an die Maske gewöhnt, auch wenn ich sie beim Tragen immer noch störend und lästig finde. Es ist was anderes, wenn man während des Gesprächs nur die Augen des Gegenübers sieht und nicht mehr den Mund und das Lächeln.

 

Aber die ärztliche Kompetenz und einfühlsame Art meiner Frauenärztin lassen die Masken schnell vergessen. Darauf kommt es an!

 

Ich hoffe jedenfalls, dass wir die weiteren Besuche gut timen können und Reinold beim nächsten Besuch nicht allzu lange auf dem Flur herumlungern muss. Wir freuen uns auf jeden Fall schon sehr auf jeden einzelnen Moment und sind gespannt, ob die Schwangerschaft genauso verlaufen wird wie die Erste?!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Laura Nevries (Montag, 15 Februar 2021 12:10)

    Hallo Desi, ich bin wieder begeistert.Dein Bericht ist so entspannt geschrieben. Das" Lesen" macht Spass. Die Freude und Erwartung auf das zweite Kind bemerkt man in jeder Zeile.
    Du hast auch großes Glück, dass dein Mann dich so großartig unterstützt.
    Wünsche euch für die nächsten Wochen alles Gute und freue mich jetzt schon auf den nächsten Bericht.
    Passt auf euch auf!!!!!