· 

33./34. Schwangerschaftswoche - Jetzt legt er eine Schippe drauf

Ich befinde mich gerade in der 33. / 34. Schwangerschaftswoche und in dieser Woche verändert sich bei mir gerade einiges. 

 

Bisher habe ich so was wie „Tagebucheinträge“ nicht gemacht. Warum? Tja, weil man ja meistens dann etwas aufschreibt, wenn etwas nicht so toll läuft. Und Tadaaa, aufgrund der letzten Nächte habe ich sofort daran gedacht, meine Empfindungen aufzuschreiben … 

 

Mein kleiner Bauchbewohner bewegt sich ja schon merkbar seit der 23. Schwangerschaftswoche! Am 20.12.2020 hat mein Mann das erste Mal einen ordentlichen Tritt beim Auflegen seiner Hand gespürt.

 

Diesen einmaligen ersten Moment vergisst man nicht und es war zufälligerweise noch mein Geburtstag! So ein schönes Geschenk <3

 


Seitdem bewegt er sich regelmäßig spürbar, aber ich muss sagen, dass es mich oftmals eher kitzelte, sodass ich wirklich lachen musste vor Kribbeln. Ja, dafür war ich ihm regelmäßig dankbar, schließlich habe auch ich (natürlich hormonbedingte!!! ;) ) Stimmungsschwankungen, zu deren Tiefpunkten er mich dann tatsächlich aufheiterte.

 

Aber die letzte Nacht hat mein Kleiner eine Schippe drauf gelegt.

 

Um 5 Uhr nachts bewegt er sich plötzlich so heftig, dass ich aufgewacht bin. Es war leider auch echt unangenehm. Ich konnte die nächste Stunde erstmal nicht einschlafen. Am liebsten hätte ich den Kleinen festgehalten, denn er wollte nicht aufhören sich zu bewegen.

 

Ich fühlte mich wie der Wolf mit den Wackersteinen im Bauch aus dem Märchen "Der Wolf und die sieben Geißlein". So doll "rumpelte und pumpelte" es in meinem Bauch herum. :-D

 

Keine Ahnung, welchen wilden Traum mein "Kleiner" (er fühlte sich in dem Moment eher riesig an) da gerade hatte, aber es muss etwas in Richtung Wildwasser-Rafting-Tour gewesen sein, bei der er hin- und her geschleudert wird. Also: Schmerzen durch Strampeln in der Nacht waren mir völlig neu. 

Nun denkt ihr vielleicht: Aber sie war doch schon mal schwanger … 

 

Damals bei Larissa habe ich generell weniger Bewegungen gespürt, da ich damals eine Vorderwandplazenta hatte. Das macht einen riesigen Unterschied - das weiß ich jetzt! Der Mutterkuchen saß vorne an der Gebärmutterwand zu meiner Bauchwand hin.

 

Die Tritte meiner Maus wurden durch dieses „dicke Kissen“ abgefangen, so dass ich bis zum Ende hin wenige Bewegungen und schon gar keine Schmerzen gefühlt habe.

Aber auch diese nicht so angenehmen Momente gehören dazu und es ist ja alles auszuhalten. Das Wichtige dabei ist mir bewusst zu machen, dass sich diese Augenblicke mit den Angenehmen, ja sogar Überwältigenden abwechseln. 

 

Eines meiner Leitsprüche im Leben:

 

„Ohne das Unangenehme wüssten wir das Angenehme gar nicht zu schätzen.“

 

Vorhin war ich zum Beispiel wieder zur Kontrolle bei der Frauenärztin. Als sie mir sagte, dass der Kleine gesund ist und sich alles an und um ihn herum genau richtig entwickelt, war ich wieder voller Glücksgefühl und Dankbarkeit.

 

Außerdem hat unser kleiner Mann sich heute so wunschgemäß platziert, dass wir eine deutliche Ultraschallaufnahme seines Gesichts bekommen haben! Ich bin vor Rührung fast in Tränen ausgebrochen, weil der Anblick meines bald in meinen Armen liegenden Babys mich so fasziniert hat.

 

Da wurde mir alles nochmal bewusster - wie bald wir schon zu viert zu Hause sein werden und wie uns der kleine Mann bereichern wird. Die Liebe wächst mit jedem Tag noch mehr.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0