· 

Schwangerschafts-Beschwerden - Hilfe und Ratschläge - Beim zweiten Mal entspannter (Teil 1)

mama-chill-mal_daisy_schwanger_elefantendame
Bild gegen Ende meiner ersten Schwangerschaft - in meiner zweiten wächst der Bauch viel früher.

Kurz vorab: In diesem Artikel schildere ich meine persönlichen Erfahrungen und was mir bei meinen Schwangerschaftsbeschwerden hilft oder geholfen hat. Bitte wende dich immer zuerst an deine(n) Frauenarzt/-ärztin oder deine Hebamme, wenn du Beschwerden bei dir bemerkst oder Fragen zu deiner Schwangerschaft hast. 


Jetzt aber los: Müdigkeit, Sodbrennen, Darmkrämpfe und dann dehnen sich auch noch die Mutterbänder – Schwanger sein ist wirklich kein Spaziergang. Diese Symptome lassen sich oft gut in den Griff bekommen und sind meistens völlig normal. Das weiß ich jedenfalls jetzt, wo ich zum zweiten Mal schwanger bin - beim ersten Mal war ich nicht so entspannt damit ;-) 

 

4. Oktober - Die 12. Schwangerschaftswoche ist angebrochen und ich habe schon einige Schwangerschaftswehwehchen. In der ersten Schwangerschaft habe ich leider kein Tagebuch geführt, sonst könnte ich jetzt taggenau vergleichen. Lediglich meinen Bauchumfang und mein Gewicht habe ich damals wöchentlich protokolliert.

 

Bisher ist das Gewicht genauso schnell (oder langsam) angestiegen, aber mein Bauchumfang weist jetzt schon 3 cm mehr auf. Meine Frauenärztin sagt, dass so gut wie alles in der zweiten Schwangerschaft schneller "auftritt" – vom Bauchumfang über mögliche Beschwerden, aber auch Bewegungen des Babys soll man früher spüren. Da bin ich mit dem bislang nicht höheren Gewicht ja noch gut dran!

 

 

„Haltet eure Schwangerschaftserfahrungen, ob körperlich oder seelisch, schriftlich mit Datum fest. Ich hätte jetzt gerne nachgeschlagen.“

 

 

Tatsächlich bemerke ich, dass alle mir bekannten Begleiterscheinungen viel eher kommen, als in meiner ersten Schwangerschaft. Bei den unangenehmen Beschwerden habe ich mich damals unsicher gefühlt. Das ist jetzt anders, weil ich diese nun einordnen kann und im Kopf entspannt bin.

 

Fragen waren damals: Was darf und kann ich tun, wenn ich akut Schmerzen habe? Welche freiverkäuflichen Mittel kann ich auch ohne Rezept in der Drogerie oder Apotheke holen? Gibt es auch homöopathische Möglichkeiten wie Schüssler Salze, die helfen können? Nicht immer will man bei jeder Kleinigkeit die Frauenarztpraxis anrufen und nachfragen (tut es aber bitte im Zweifel!).

 

Müdigkeit

Das Müdigkeitsphänomen kennt wohl jede Schwangere. Ich bin von Anfang an unfassbar müde gewesen.  Ich bin kaputt und könnte ständig einen kurzen Powernap einlegen, da kostet es echt Überwindung sich zum Spielen aufzuraffen (zum Glück jagt Reinold die Kleine abends durch die Wohnung).

 

Aber warum ist man so müde in der Schwangerschaft? Schuld ist die Hormonumstellung. Das Hormon Progesteron steigt an, welches sich einschläfernd auf den gesamten Kreislauf auswirkt. Außerdem hat der Körper viele andere neue Aufgaben bekommen. Er muss zum Beispiel neues Blut bilden.

 

Ich hoffe nur, dass mein Körper sich auch diesmal schnell daran gewöhnt. Herumhängen auf der Couch mache ich ja eigentlich gerne, aber das ist einfach nicht rund um die Uhr möglich, wenn man eine anderthalbjährige Tochter durch die Bude flitzen hat und parallel ein zweites Standbein aufbauen möchte.

 

 

„Placeboeffekt für Kaffeejunkies wie mich:
Auch koffeinfreier Kaffee kann gegen Müdigkeit helfen.“

 

 

Meine Frauenärztin empfiehlt in der Schwangerschaft  täglich nicht mehr als maximal 1-2 kleine Tassen Kaffee zu trinken (oder einen Latte Macchiato). Ich als totaler Kaffeejunkie habe aus Vorsicht in den ersten 12 Wochen zwar gar keinen richtigen Kaffee mehr getrunken, ganz ohne ging es aber auch nicht.

 

Koffeinfreier Kaffee heißt die Lösung. Jaaaa ich weiß, ihr denkt jetzt: „Koffeinfrei bringt doch nichts gegen die Müdigkeit.“ Ich kann nur sagen: „Doch!“ Zumindest mein Körper ließ sich damit eine Weile hinters Licht führen, denn der ist wohl beim Geschmack und Duft von "echtem" Kaffee ausgegangen – vermutlich aus Gewohnheit.

 

Ich habe mich nach einer Tasse fitter gefühlt, wirklich. Selbst wenn es nur ein Placebo-Effekt ist, Hauptsache man fühlt sich nicht mehr so müde! Probiert es einfach mal aus. Bei den koffeinfreien Kaffees habe ich inzwischen einige durchprobiert und mein Favorit ist „Sana“ von Tchibo (Amazon)

 

Zugegeben: Nach den ersten 12 Wochen hat mein Körper den Trick dann auch geschnallt und ich gönne mir ab und an ein richtiges Tässchen. Neben (koffeinfreiem) Kaffee hilft auch gut durchlüften oder besser noch spazieren zu gehen, und ganz viel Tee oder Wasser trinken. Sowohl Bewegung als auch genügend Flüssigkeit bringen den Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung.

 

Sodbrennen

Letzte Woche ging es mit Sodbrennen los, das sich bei mir mit Halsschmerzen bemerkbar macht (ich dachte erst kurz an Corona).

 

Meine HNO-Ärztin hat mich zu Beginn der ersten Schwangerschaft untersucht, weil ich damals chronische Halsschmerzen, immer wieder einen trockenen Mund und schlechten Geschmack hatte. Sie sagte, dass das von der aufsteigenden Magensäure verursacht werde. Es sei nicht immer so, dass die Magensäure bis in den Rachenraum vordringe, sondern in meinem Fall „nur“ den Hals reize.

 

Damals wie heute begleiten mich genau diese Symptome. Ich hatte jetzt 1,5 Jahre - also seit der letzten Schwangerschaft - keine Last mehr damit und schwupps, kaum schwanger, geht’s doch wieder los.

 

 

„Schwangerschaft ist kein 'Zucker schlecken' im wahrsten Sinne: 
auf alles, was ich lecker finde, soll ich verzichten
.“

 

 

Was tut man dagegen? Ich soll auf leichtverdauliche Schonkost umsteigen, das heißt: Kein zuckerhaltiger Süßkram mehr und kein zu fettiges Essen. Super - also alles, was ich lecker finde, fällt weg. Immerhin mag ich Haferflocken und Porridge gerne.

 

Meine Frauenärztin hat mir außerdem „Rennie“ empfohlen, die ich bei starkem Sodbrennen nehmen könne. Ich nehme die Kautabletten aber nur, wenn es wirklich akut ist, auch wenn diese für Schwangere unbedenklich sind. Auf der Herstellerseite (unbezahlte Werbung) findet ihr genauere Infos dazu.

 

 

Warum leidet man gerade in der Schwangerschaft unter Sodbrennen?

Normalerweise steht der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre unter Spannung und verhindert, dass Magensäure aufsteigen kann. Das Hormon Progesteron sorgt aber dafür, dass sich der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre entspannt.

 

Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft drückt dann noch zusätzlich die wachsende Gebärmutter die inneren Organe im Bauch nach oben. Tja, so eine Schwangerschaft fordert den Körper jetzt schon ganz schön heraus.

 

Arzneimittel in der Schwangerschaft

mama-chill-mal_embryotox_website
Embryotox-Webseite (Link) - Hier könnt ihr als Schwangere kostenlos Arzneimittel überprüfen.

 

Wer schwanger ist, sollte die Beipackzettel von etwaigen Medikamenten sehr genau lesen: die wenigsten sind unbedenklich beziehungsweise deren Unbedenklichkeit im Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit ist oft nicht ausreichend belegt.

 

Zwar solltet ihr vor der Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft immer einen Arzt konsultieren. Ich checke aber zusätzlich auf www.embryotox.de, inwieweit die Medikamente in der Schwangerschaft geprüft wurden. Sehr hilfreich und auch von meiner Frauenärztin empfohlen.

 

In Teil 2 meines Blogs "Schwangerschaftsbeschwerden 2.0" lest ihr, was ihr bei Darmkrämpfen und dehnenden Mutterbändern tun könnt.

 


Transparenz

 

Meine Texte enthalten sogenannte Partnerlinks. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen, d.h. ich erhalte eine Provision, ohne dass das Produkt für euch teurer wird. Ich empfehle nur, was mich selbst überzeugt hat und ihr unterstützt meinen Blog, wenn ihr Produkte über meine Partnerlinks kauft. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0